| Lage:
Zu Beginn des 19.
Jahrhunderts sollte in München die sogenannte "offene Bauweise"
für eine villenartige , lockere und durchgrünte Bebauung umgesetzt
werden. Den Auftakt hierzu bildete das nach strengen Bauvorschriften
zwischen 1882 und 1900 errichtete "Wiesenviertel" um die Theresienwiese,
dem in den nächsten Jahrzehnten großflächige Villenviertel
folgten. Dabei verbindet der alte Kern von Sendling im Herzen der Stadt
die zentrale Citylage mit den Annehmlichkeiten einer ruhigen und familienfreundlichen
Wohnlage im Grünen. Vor allem das historisch gewachsene Gebiet zwischen
Harras, Theresienhöhe und Lindwurmstraße ist geprägt von schöner alter
Bausubstanz, grünen Alleen und eingewachsenen Gärten. Alle Einkaufsmöglichkeiten,
Schulen und öffentliche Verkehrsmittel sind nur wenige Gehminuten entfernt.
Das Objekt selbst liegt ruhig als Eckgrundstück in einem herrlichen
Umfeld mit viel altem Baumbestand.
Objekt:
Bei
dem von uns angebotenen Objekt handelt es sich um eine herrschaftliche
Gründerzeitvilla, die um die Jahrhundertwende in zwei Bauabschnitten
entstand:
der Hauptteil um ca. 1885, etwa zwanzig Jahre später dann der Erweiterungsbau
mit einer 2-Zimmer-Wohnung im Erdgeschoss, einem 57 m² großen Maleratelier
im Obergeschoss, sowie Räumlichkeiten im Dachgeschoss. Das L-förmige
Gebäude ist, den Straßenfluchten des Eckgrundstücks folgend, im stumpfen
Winkel angelegt, was eine reizvolle Grundstruktur der Räumlichkeiten
zur Folge hat. Die sehr schöne, gelb gestrichene Fassade zeigt sich
klassisch gegliedert, mit Ziergiebeln, dekorativem Blendwerk, schmuckvollen
Fensterlaibungen, aufgesetzten Säulen und breitem Fries. Die hohen,
zum Teil mit weißen Schlagläden und schmiedeeisernem Gitterwerk versehenen
Sprossenfenster machen die Räume lichterfüllt; besonders beeindrucken
das riesige Atelierfenster an der Nordostseite des Hauses und ein großflächiges
Oberlicht im Dachgeschoss. Das Anwesen ist derzeit in zwei herrschaftliche
Hauptwohnungen (Erdgeschoss und Obergeschoss), eine separate 2-Zimmer-Wohnung
mit eigenem rückwärtigem Eingang (EG / Atelierbau) und eine über das
ganze Stockwerk reichende Dachgeschosswohnung aufgeteilt. Der große
Atelierraum im Erweiterungsbau ist über einen separaten Außenzugang
mit eigenem Treppenhaus an der Nordseite erreichbar; außerdem besteht
eine interne Verbindung zur Obergeschosswohnung. Die Lage und Größe
der einzelnen Räumlichkeiten entnehmen Sie bitte den beigefügten Grundrissplänen.
Nutzung:
Der Vorteil des Objektes liegt nicht nur in den individuellen Aufteilungs-
und Ausbaumöglichkeiten des bestehenden Altbaus, sondern auch in
der historisch belegbaren, teilgewerblichen Nutzung (Atelier, Kanzlei,
Praxis etc.). Hier lässt sich neben der Wohnnutzung also auch problemlos
eine räumliche Verbindung zwischen Wohnen und Arbeiten realisieren.
Grundstück:
Prächtiger
alter Baumstand mit Eichen, Ahorn, Linden und Kirschbäumen verleiht
dem Eckgrundstück einen parkartigen Charakter, ohne die volle Sonneneinstrahlung
auf das Haus zu beeinträchtigen. Die große Rasenfläche
wird von Eiben, Flieder und anderen Blütenbüschen umrahmt
und bildet eine uneinsehbare Grünoase. Mittelpunkt des Gesamtgrundstücks
ist ein Teich mit Springbrunnen und ein original erhaltenes Gartenhaus.
Die Hofeinfahrt und der Vorgarten sind durch ein historisches Gittertor
und einen von wildem Wein überwachsenen Zaun zur Straße hin
vollkommen abgeschlossen.
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